Weil es jeden betrifft.

Das alles hier ist mir erst 2019 so richtig wichtig geworden. Erst richtig klar geworden.
Es geht um das wohl Wichtigste, Schönste und Faszinierendste, das wir Menschen kennen.
Wir leben auf ihr, sind gleichzeitig Teil von ihr.
Es geht um die Erde.

Unser Zuhause.

Ich hab in den letzten Jahren mit verschiedenen Menschen sprechen können. Mit einem Schweizer Bergführer, der mir erzählt hat, dass Permafrost die Bergspitzen sprengen könnte, einem Koch und Bauer, der mir regenerative Landwirtschaft erklärte, einem KFZ-Mechaniker, der von der Verkehrswende erzählt hat, mit einem Professor von der EURAC, der mir ein eindringliches Bild über die Luft in Innenstädten gegeben hat.

Seitdem konnte ich einige Dinge in meinem Leben ändern. Luft nach oben gibt es aber immer noch. Bei manchen Dingen erwische ich mich selbst noch oder tu mich schwer, sie wirklich umzusetzen. Weiter unten findest du ein paar einfache Tipps für einen nachhaltigen Alltag.

 

Diese Seite habe ich eingerichtet, um vielleicht den ein oder anderen davon zu überzeugen, wie wichtig dieses Thema wirklich ist. Aber besonders auch, um mich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass ich mich ändern muss.

Damit du beim Lesen Musik hast.

Dass das Klima sich wegen uns Menschen wandelt, das leugnen hoffentlich nur noch Verschwörungstheoretiker. Wissenschaftler haben Beweise und rund 98% von ihnen sind sich dabei einig.

Vom Treibhauseffekt haben meine Freunde und ich schon in der Grundschule gehört. Damals hätte ich nie gedacht, dass das für unsere Zukunft so wichtig wird.

Auf unserem Planeten ist über Jahrmillionen ein Kreislauf entstanden, der unsere Erde in Sicherheit und Gleichgewicht wiegt. CO2 spielt dabei eine große Rolle. Das Gas ist eigentlich ja nichts schlechtes – ohne es würde das Leben auf der Erde ganz anders aussehen, als wir es kennen. Dich und mich und alle, die du kennst, würde es vermutlich nicht geben, weil es viel zu kalt wäre.

Wir bringen dieses Gleichgewicht durch Verbrennen von zusätzlichem CO2, das bislang nicht Teil dieses natürlichen Kreislaufes war, voll aus dem Konzept. Kohle, Benzin, Diesel, anderes Erdöl… Besonders hat es auch Methan in sich, das zum Beispiel meine lieben Freunde, die Kühe, ausstoßen.
Neben dem Klimawandel ist aber auch die Umweltverschmutzung durch Müll, Plastik und andere Dinge ein Problem.

Die Wissenschaft zeigt, dass wir vieles verhindern können, wenn wir früh genug handeln. Wenn wir zu spät dran sind, gelangen wir in eine Spirale, in der es immer wärmer wird und wir nichts mehr tun können, die darauf folgenden Veränderungen aufzuhalten. Und diese drastischen Veränderungen passieren schon bei wenigen Grad, 3°C zum Beispiel.

Haben wir vergessen, wer wir sind?

Wir Menschen sind schon so weit gekommen.

Haben lange Züge entwickelt, die so viel Kraft aufbringen können, um Menschen zu transportieren.
Haben Fabriken gebaut, in denen hunderte Menschen arbeiten, weil der Rest der Welt nach irgendeinem Gegenstand fragt und ihn besitzen will.
Wir haben es durch Leonardo da Vinci geschafft, eine Vorrichtung zu bauen, mit der mehrere hundert Menschen zeitgleich fliegen können.
Wir haben die Erde verlassen, um das Universum zu erforschen.

 

 

Wir müssen dieses Problem gemeinsam als Menschen angehen.

We’re in this together.

 

Und genau deshalb, bringt auch das ständige Kritisieren nichts.

Denn sich gegenseitig zu kritisieren ist ziemlich einfach, aber es ist nur kurzfristig für unser Ego gut, aber nicht für die Erde. Zudem kann es die Motivation rauben, wirklich was in seinem Leben verändern zu wollen, wenn man nur auf den Deckel bekommt.

BIST DU VERÄNDERUNG?

Wichtig ist sicher eine um einiges ernsthaftere Klimapolitik als bisher. Wie ein Notfallplan, ein Plan B. Politik hat viele Möglichkeiten. Aber die Verantwortung nur auf die Politik zu schieben, ist nicht die richtige Lösung, finde ich.

Wenn jeder den Besen nimmt und vor seiner Haustür kehrt, dann wäre die Welt schnell besser. Sich aus der ganzen Sache rauszunehmen ist irgendwie so, als ob man vor sein eigenes Haus k*ckt.

Vom Geben und Nehmen

Hast du schon mal einen Gletscher gesehen? Warst du im Wald Häuschen bauen, bist über blühende Wiesen gerannt oder warst hoch oben auf einem Berg, von dem du über das ganze Tal blicken konntest? Hast die leckersten Beeren und Früchte gegessen?

Während wir immer wieder ans Nehmen denken, vergessen wir zu geben.

Hat das mit dem Bezug von uns Menschen zur Natur zu tun?

Wir sitzen viel öfter im Haus rum anstatt raus zu gehen. Und vieles fängt schon in der Kindheit an. Kinder spielen immer weniger draußen, wenn ich das mit meiner Kindheit vergleiche. Die Kindheit und Jugend ist die Zeit, die am meisten prägt. Marie von Wurzelwerk ist derselben Meinung:

„Deswegen ist es so wichtig, dass wir unseren Kindern zeigen, was es bedeutet, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie. So viele der heutigen Stadtkinder haben nie erfahren, wie es ist, durch den Wald zu streunen, Baumhäuser und Staudämme zu bauen und sich im Garten unter den Himbeersträuchern liegend den Bauch vollzuschlagen. Kinder müssen rauskommen, statt den ganzen Tag am Handy zu zocken, sie müssen echte Erlebnisse erleben, Wind und Wetter spüren und am eigenen Leib erfahren, wie unglaublich schützenswert unser Planet ist.“

Eigentlich ist doch klar, dass die Natur einem Menschen – egal wie alt – gleichgültig ist, wenn dieser keinen Bezug zu ihr hat. Dinge, die wir nicht kennen, interessieren uns nicht.

Dieses Argument hört man oft. Nur Reiche könnten sich Umweltschutz leisten und ein nachhaltiges Leben wird oft mit spärlich gekleideten Menschen, die in Holzbaracken im Wald wohnen, verbunden.
Nachhaltig zu leben ist weder schwierig, noch teuer, noch leben am Limit.

 

Regionale/biologische Lebensmittel, ökologische/faire Klamotten, das Elektroauto.. sind sicherlich teurer als gewöhnliche Produkte. Aber: nur auf den ersten Blick.

 

LEBENSMITTEL

Durch gesunde regionale/biologische/unverpackte Lebensmittel tut man sich und seinem Körper gutes, denn du bist was du isst (LEBENsmittel). Vielleicht wird man dadurch auch weniger oft krank und ist allgemein gesünder, was Geld spart. Und man wirft automatisch weniger Lebensmittel weg, weil man weiß, wie wertvoll sie sind. Zudem könnte man weniger oft Fleisch essen, was gut für die Umwelt ist, und das ersparte Geld für weniger, dafür aber hochqualitatives Fleisch von deinem Bauern des Vertrauens aus der Region ausgeben. Das kann auch nur gesünder sein als das Fleisch gestresster Tiere, die regelmäßig Antibiotika verabreicht kriegen.

KLAMOTTEN

Nachhaltige Klamotten sind meist um einiges teurer als die der großen Billigketten. Dafür sind sie generell schlichter im Design und wirken zeitloser, wodurch sie weniger trendabhängig sind und dadurch mehrere Jahre getragen werden können. Zudem sind sie durch die hohe Qualität langlebig und wegen der Naturfasern auch besser für die Haut und oft auch atmungsaktiver, wodurch man weniger schwitzt. Meist ist „grüne Mode“ sogar billiger als teure Markenklamotten und man bekommt dazu noch mehr für sein Geld. Schlussendlich tragen wir doch fast alle hauptsächlich unsere 4-5 Lieblingsklamotten und der Rest verstaubt im Schrank. Warum also nicht weniger, dafür gleich was hochwertiges, angenehmes, langlebiges und zeitloses kaufen?

AUTO

Zu Beginn eine Frage: Glaubst du, dass es dir gut tut, Feinstaub oder Abgase zu atmen? Durch den Motor und auch durch den Reifenabrieb beim Bremsen/Beschleunigen werden Abgase/Feinstaub in die Luft geschleudert. Die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide werden in vielen Städten ziemlich überschritten. Elektro- oder Wasserstoffautos sind sicherlich noch nicht perfekt, aber laut Studien jetzt schon besser als vergleichbare Verbrenner. Feinstaub durch Reifenabrieb ist weiterhin ein Problem. Allerdings ist es möglich, ein Elektroauto zu 100% klimaneutral zu bauen und zu fahren, wenn alle Produktionsschritte erneuerbare Energie nutzen. Ein Verbrenner wird in nächster Zukunft wohl nicht klimaneutral fahren können, bis klimaneutrale Kraftstoffe realisiert werden.
Nun sind E-Autos teurer als Verbrenner. Doch auch nur auf den ersten Blick. Es fallen weniger Ausgaben an für Wartung und Reparatur, momentan erspart man sich die Auto-Steuer und mit Strom tankt es sich günstiger. Auf Dauer sind Elektroautos oft sogar günstiger als vergleichbare Verbrenner.

Und weißt du was? Alles was wir für diesen Planeten tun, tun wir auch für uns. Umweltbewusst ist gesünder für die Erde und für uns selbst. Bessere Lebensmittel, die wir essen, bessere Luft, die wir atmen, bessere Lebensqualität.

Warum Verzicht nicht schlecht sein muss…

Verzicht klingt erstmal gar nicht gut.
Aber. Weniger zu besitzen bedeutet auch, sich um weniger kümmern zu müssen, weniger Zeit dafür aufzuwenden und dadurch mehr Zeit für sich, Familie und Freunde zu haben. Zudem bedeutet es mehr Geld in der Brieftasche, das man wirklich sinnvoll ausgeben kann.

Was deine Entscheidung wirklich wert ist..

Man sagt ja immer: ich allein, das bringt eh nix.
„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Dieses Lied haben wir so oft als Kinder in der Kirche gesungen. Und es ist doch wahr. Wenn ein paar von uns was verändern, und vielleicht noch andere damit anstecken, dann kommen ganz bald ganz viele Leute zusammen, die dann Großes verändern.

Hast du dich mal gefragt, warum es in Supermärkten Orangen gibt, die schon geschält und bereits zerstückelt in Plastikboxen stecken? Weil es jemanden auf dieser Welt gibt, der das Zeug kauft. Und vielleicht transportiert der Laster auf der Autobahn, über den wir uns gerade aufregen, grad unsere neue Uhr. Warum wird so viel Regenwald abgeholzt, um Ölpalmen zu pflanzen? Weil das Palmöl in unseren Kosmetikartikeln steckt.
Alles wirkt immer so fern. Wir fühlen uns unschuldig und machtlos. Aber das sind wir nicht.

Das Angebot passt sich der Nachfrage an. Und so bestimmen wir mit jedem Kauf, was in Zukunft angeboten wird und Firmen werden ihre Produkte und Produktion verändern müssen. Deshalb ist jede deiner Entscheidungen von unfassbarem Wert. Erinnere dich dieser Macht.

Was jeder von uns jeden Tag tun kann. Hier eine kleine Liste. Denk dran: Niemand macht’s perfekt, aber jedes noch so kleine Ding zählt.

Am effektivsten: mehr Gedanken zum eigenen Konsum machen + bewusst konsumieren
Konsum auf nachhaltige Unternehmen verlagern und diese so fördern: Unverpacktläden, Bioläden, Second Hand Läden, nachhaltige Textilhersteller, Restaurants mit saisonaler Küche…
Regional und saisonal einkaufen und kochen
Ein eigener Garten oder auch nur ein kleines Beet: dadurch werden lange Transportwege, Pestizidherstellung.. vermieden und man erkennt den wirklichen Wert von Lebensmitteln und die Arbeit, die dahinter steckt. Dadurch auch weniger Lebensmittelverschwendung. Vielleicht sogar ein Stück davon mit einem Freund teilen oder dein Kind darin machen lassen und in ihm die Beziehung zur Natur wecken
Einkaufen mit dem immer wiederverwendeten Holzkorb/Stofftasche statt der Papier- oder Plastiktüte
Mittlerweile ist es oft auch möglich, den eigenen Beutel zum Bäcker oder die eigene Box zum Metzger mitzubringen.
Auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten oder sie vom Bauern des Vertrauens holen
Auf gefährdete Fischarten verzichten, wie Thunfisch
Dir mal den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum/Verbrauchsdatum reinziehen.
Plastikfreies Shampoo kaufen.
So gut es geht auf Plastikverpacktes verzichten.
Auf die Jause und den Kaffee aus dem Automaten verzichten. Statt einen nachhaltigen Coffe2Go-Becher zu kaufen einfach direkt auf Kaffee verzichten
Beim Grillen das Geschirr von Zuhause mitnehmen
Statt überteuertem Wasser aus der Plastikflasche einfach Leitungswasser in eine Glas- oder Metallflasche füllen
Wer braucht wirklich Strohhalme?
Die Zigaretten in den nächsten Müll werfen oder mit dem sinnlosen Gerauche aufhören und gleichzeitig Geld sparen.
Müll trennen wie echte Vorbilder
Kleine Läden in deiner Umgebung fördern
Bäume pflanzen
Müll beim Wandern wieder mit Nachhause mitnehmen
Zeitungspapier als Geschenkspapier.
Weniger Flugzeug, mehr Zug
Kurze Strecken mit dem Rad machen
Zug und Bus nutzen
An Silvester aufs Feuerwerk verzichten.
Das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lassen. Und generell Wasser sparen.
Rasierhobel statt Einwegrasierer und damit auch Geld sparen.
Strom sparen und zu Grünstrom wechseln. Weniger Technikgeräte anschaffen.
Elektrogeräte abschalten, anstatt sie über Nacht zu laden.
Weniger technische Geräte nutzen, weil alle Daten schließlich auf irgendwelchen Servern laden, die auch Strom verbrauchen.
Wählen gehen und starke, ehrlich besorgte Volksvertreter wählen.
Flohmärkte und Second Hand nutzen.
Kleidung kaufen, die kein Mikroplastik enthält und ökologisch produziert wurde. Am besten 100% Bio-Baumwolle oder aus Stoffen wie Hanf, Zellulose-Fasern.. und am besten noch fair produziert.

Übrigens: Hab mit Freunden auf Instagram einen kleinen Second Hand Shop für Klamotten gebastelt.
„Fresh und Fesch“ sein Name.
Einfach hier lang.

Never give up hope.

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